Heimlicher Parasit – Warum Mehlmotten bekämpft werden

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Was tun gegen Mehlmotten?
Praktisch wäre es, eine Falle gegen Mehlmotten aufzustellen und gefangene Tiere zu entsorgen. Doch so einfach ist es nicht. Ob Pheromonfalle oder Hausmittel gegen Mehlmotten – ein Befall mit diesen Schädlingen muss gründlicher behandelt werden. Zunächst einmal müssen alle Lebensmittel, die offensichtlich kontaminiert sind, aus den eigenen vier Wänden entfernt werden.
Doch damit ist nur das Symptom, nicht aber die Ursache, bekämpft. Diese müssen ganzheitlich vernichtet werden. Da die erwachsenen Tiere die Nester so geschickt und versteckt anlegen, hilft auch das penible Auswaschen der Schränke und Regale wenig. Damit lassen sich zwar Motten-Würmer noch entfernen, nicht aber die mikroskopisch kleinen Eier.
Eine wirklich effektive Schädlingsbekämpfung gelingt nur mit Schlupfwespen. Diese Tiere werden schon seit langer Zeit im industriellen Bereich eingesetzt, um Mühlen und getreideverarbeitende Produktionshallen nachhaltig von Mehlmotten frei zu halten. Seit einiger Zeit gibt es auch spezielle Sets für die Heimanwendung.
Bekämpfung der Mehlmotte mit Schlupfwespen
Mehlmotten lassen sich ausgezeichnet mit Schlupfwespen (Trichogramma evanescens) bekämpfen. Weil in der heimischen Küche ohne Gift gearbeitet wird oder sonstige Toxine (Mehlmotten Spray) nicht verteilt werden können, sind Schlupfwespen die einzige reelle Chance, Mehlmotten langfristig loszuwerden.
Biologisch sinnvoll sind sie noch dazu. Eine Bekämpfung erfolgt folgendermaßen: Man legt ein mit Eiern der Schlupfwespe präpariertes Kärtchen zwischen die Lebensmittel. Aus dieser Karte schlüpfen nun die Nützlinge. Schlupfwespen sind sogenannte „Ei-Parasiten“. Sie suchen zielsicher das eigentliche Nest der Mehlmotte in den Schrankritzen auf und bohren das Ei der Mehlmotte an. Hier hinein legen sie ihren eigenen Nachwuchs. Die Motte stirbt ab.
Nach kurzer Zeit schlüpft aus dem Motten-Ei kein Schädling, sondern der Nützling in Form einer neuen Schlupfwespe. Auch dieses Tier beginnt sofort mit der Vermehrung und macht sich abermals auf die Suche nach einem neuen Nest. So wird sukzessive die gesamte Kolonie von Mehlmotten effektiv vernichtet.
Wie sieht eine Mehlmotte aus?

Wie sehen die Larven der Mehlmotte aus?
Die Schädlinge gelten als gesundheitsschädlich, weshalb sich viele Menschen fragen, wie diese Schädlinge überhaupt aussehen. Die Raupen sind milchig weiß und zwischen 5 bis 10 Millimeter groß. Am Ende des Entwicklungszyklus werden die Raupen grau. Die Larven zeigen sich immer in einer größeren Gruppe. Wer eine befallene Packung Mehl in die Hand nimmt und vorsichtig schüttelt, der erkennt sofort das arge Gewühl der winzig kleinen Larven.
Wie lange leben Mehlmotten?
Der Lebenszyklus der Mehlmotte beginnt mit der Eiablage. Dazu sucht der Falter möglichst versteckte Ritzen oder Ecken aus, in denen er sich ungestört fühlt. Das Mehlmottennest kann also hinter dem Küchenschrank, im Türrahmen oder an der Zimmerdecke sein.
Der Falter deponiert dort ein Nest mit rund 200 Eiern. Aus diesem Gelege entwickeln sich dann die gefürchteten Larven oder Raupen. Mehlmottenlarven sind winzig klein. Umgehend machen sie sich auf die Suche nach Essbarem. Das finden sie beispielsweise in Form einer Mehltüte oder Backwaren.
Sie knabbern sich durch jede Verpackung hindurch, denn Plastik, Aluminium oder Papier stellen für sie keine Hindernisse dar. Nun leben sie im Schlaraffenland und die Mehlmotten-Plage beginnt. Sie bilden eine wahre Kolonie und weben in den Vorräten ein feines Gespinst. Darin häuten sie sich mehrfach. Haben sie genug gefressen, so verpuppen sie sich. Aus dem Kokon schlüpft der fertige Falter.
Die nächste Generation steht also in den Startlöchern und der Kreislauf beginnt, ohne Schädlingsbekämpfung, wieder von vorne. Weil die Weibchen bereits nach zwei Nächten das nächste Nest anlegen, breitet sich ein Befall unglaublich rasch in den Vorräten aus.
Vorbeugen – Tipps und Hausmittel für einen besseren Schutz vor Mehlmotten

